Länderinformationen Senegal.
Senegal hat eine Fläche von ca. 200.000 qm mit 11.759.000 Einwohnern. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 11.123 Mio, 910 $ pro Person.
Auf dem HDI Index (Human Development Index) liegt Senegal auf Platz 166 - von insgesamt 182 Ländern. Senegal hat bereits einige Anstrengungen unternommen, die Armutsrate zu senken. In der Zeit von 1994 bis 2005 ist sie von 68 % auf 57 % gesunken (In Benin liegt sie noch bei 76%). Aktuelle Zahlen liegen nicht vor. Die Regierung warnt jedoch davor, diese Zahlen zu optimistisch zu interpretieren.
Die absolute Anzahl der armen Haushalte wächst eher, Armut ist vor allem in der ländlichen Region nach wie vor ein großes Problem. Zwei Drittel der senegalesischen Bevölkerungen empfinden sich als arm.
Die Armut in Senegal steht in hoher Beziehung zum fehlenden Zugang zu Wasser, sanitären Einrichtungen und Elektrizität.
Die ländliche Bevölkerung leidet sehr unter klimatischen Veränderungen und den damit einhergehenden Naturkatastrophen. Dadurch entsteht eine zunehmende Migration vom Land in die Stadt, hauptsächlich in die Hauptstadt Dakar. Dies führt zu unerträglichen Lebensbedingungen in den Städten und es entstehen in zunehmendem Maße verwundbare Randgruppen (wie z.B. Straßenkinder).
Das Bruttoinlandsprodukt wird zu 80 % in Dakar erwirtschaftet. Die Hauptstadt umfasst jedoch nur 1 % des Territoriums. Die Energiekosten zählen zu den höchsten in der ganzen Region. Unsere Bemühungen, die Armut im Senegal zu reduzieren, richten sich deshalb auf die ländliche Region.
Durch Solaranlagen verschaffen wir Zugang zu Elektrizität, durch die Kleinstunternehmen entstehen können.
Senegal reagiert sehr sensibel auf klimatische Veränderungen. Die Überflutungen der letzten Jahre, Heuschreckenschwärme und Dürrperioden haben Senegals Bemühungen, die Armut zu reduzieren, sehr zurückgeworfen. Eine Versorgung der ländlichen Region mit erneuerbarer Energie ist deshalb enorm wichtig. Durch die Entstehung kleiner Unternehmen vor Ort könnte die anhaltende Migration der ländlichen Bevölkerung vor allem nach Dakar gestoppt werden.
Der Großteil des Stromes (88%) stammt aus ölbefeuerten Wärmekraftwerken. Im Senegal hat die staatliche SENELEC ein Monopol auf die Erzeugung, Verteilung und Abrechnung von elektrischer Energie. Dieses Unternehmen ist durch den stark gestiegenen Ölpreis in schwere wirtschaftliche Nöte gekommen, was zu einer bereits mehrere Jahre anhaltenden Energiekrise im gesamten Land geführt hat. Nothilfe von der Regierung und dem Ausland hat das Problem nicht lösen können. Neue Kraftwerke sind im Bau und sollen 2010 in Betrieb gehen: zwei Wärmekraftwerke, davon eines mit Diesel und eines mit Kohle.

